Studium, Lehre, Fort- und Weiterbildung

Das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charité — Universitätsmedizin Berlin ist im Modellstudiengang Medizin und im Bachelorstudiengang Gesundheitswissenschaften mit einer Vielzahl von Lehrveranstaltungen tätig. Die Unterrichtsmaterialien werden auf der Basis der aktuellen Lehrveranstaltungsordnungen unter Verwendung moderner didaktischer Methoden entwickelt und präsentiert.

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Studierende des Modellstudiengangs wenden sich bitte direkt an ihre Modulsekretariate, Studierende des Regelstudiengangs wenden sich in dringenden Fällen an die Lehrkoordinatorin.

Modellstudiengang Medizin

Seit dem Wintersemester 2010/ 2011 wird Humanmedizin an der Charité im Modellstudiengang studiert. Der Studiengang unterscheidet sich in seiner Struktur grundsätzlich von den Regelstudiengängen Medizin. Ein wesentliches Merkmal ist die Struktur des Modellstudiengangs, der jeweils vier themenorientierte Module pro Semester hat. Darüber hinaus findet eine engere Verzahnung zwischen den Fächern der Vorklinik, der klinisch-theoretischen Fächer und der klinischen Fächer statt. Das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie ist bei der Ausarbeitung und Lehre im Rahmen dieses neuen Studiengangs stark engagiert und unterrichtet in folgenden Modulen:

Modul 1: Einführung
Modul 6: Mensch und Gesellschaft
Modul 7: Wissenschaftliches Arbeiten I 
Modul 10: Bewegung
Modul 11: Herz-Kreislauf
Modul 12: Ernährung
Modul 18: Infektion als Modell
Modul 20: Schmerz
Modul 23: Wissenschaftliches Arbeiten II
Modul 31: Psychiatrische Erkrankungen
Modul 34: Erkrangungen des Kindesalters und der Adoleszenz
Modul 36: Alter, Tod und Sterben, Recht, Intensivmedizin, Palliativmedizin
Modul 37: Wissenschaftliches Arbeiten III
Modul 38: Allgemeinmedizin, Notfallmedizin, paperwork
Modul 40: Repetitorium
Grundlagen ärztlichen Denkens und Handelns (GäDH)
Problemorientiertes Lernen (POL)
Kommunikation, Interaktion, Teamarbeit (KIT)

Bachelor Gesundheitswissenschaften

Der Studiengang ist ein postgradualer Studiengang mit dem Ziel, fachwissenschaftliche Voraussetzungen für den Unterricht an Schulen für Gesundheitsfachberufe, Fortbildungsstätten für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen etc. zu vermitteln. Die Ausbildung erfolgt am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Charité.

Mind Body Medicine und Stressreduktion: eine Einführung als Selbsterfahrung

Die Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt steigen drastisch an: alles muss immer schneller und in besserer Qualität erledigt werden, auch und vor allem im medizinischen Alltag. Ein hoher Arbeitsdruck und eine hohe psychische Belastung sind an der Tagesordnung. Unzählige Informationen strömen dann auch noch in unserem Privatleben auf uns ein und beanspruchen unsere Aufmerksamkeit. Das kann sich dann negativ sowohl auf unsere berufliche Leistungsfähigkeit als auch unseren privaten Alltag auswirken.  Wirklich abschalten zu können, ist in unserer Leistungsgesellschaft eine Seltenheit. Diese Umstände führten dazu, dass "Selfcare" in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung für alle Menschen gewonnen hat, die täglich in unserer Gesellschaft etwas leisten müssen und trotzdem dauerhaft körperlich und geistig gesund bleiben wollen.

Aus diesem Grund bietet das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, CharitéUniversitätsmedizin Berlin, einen kostenlosen "Mind-Body Medicine- und Stressreduktionskurs" speziell für Ärzte und Dozenten der Charité an. Wir wollen damit einen Beitrag leisten, dass jeder Einzelne durch etablierte und evidenzbasierte Techniken aktiv zu seinem eigenen Wohlbefinden beitragen kann.

Für das Sommersemester 2018 werden Anmeldungen entgegen genommen, für das Wintersemester 2017/18 sind alle Plätze ausgebucht.

Weiterführende Informationen zur Mind-Body Medicine an der Georgetown Universität Washington finden Sie unter folgendem Link: http://som.georgetown.edu/medicaleducation/mindbody

Advert retard - Interessenkonflikte in der Medizin

Arzneimittelhersteller umwerben angehende Ärzte, beeinflussen Professoren und schließen Kontrakte mit Universitäten. Ohne Drittmittelfinanzierung, Geld aus der Industrie, argumentieren die Universitäten, stünde es schlecht um den wissenschaftlichen Fortschritt. Aber dürfen Pharmafirmen die Agenda staatliche finanzierter Universitäten bestimmen, und das im Verborgenen, ohne Transparenz?
In der Praxis erfordert patientenorientierte Medizin heute mehr als profunde Kenntnisse über pharmakologische Wirkungen. Ärztinnen und Ärzte treffen Vertreter pharmazeutischer Unternehmen, nehmen an gesponserten klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen oder Weiter-und Fortbildungsveranstaltungen teil. Das beeinflusst alltäglich die Verordnung von Arzneimitteln, diese Herausforderung ist aber nicht Teil des medizinischen Curriculums.
Mit dem in Deutschland als Vorreiter geltenden Seminar "Advert retard", zu Deutsch "Langanhaltende Werbung", kommen wir den Forderungen der WHO und von Studierenden-Organisationen nach: Studenten sollen lernen wo die Pharmaindustrie beeinflusst, wo sie dem Einfluss ausgesetzt sind und wie sie damit umgehen können. Dazu arbeiten Medizinstudierende u.a. Lehrbücher für Pharmavertreter durch, vergleichen medizinische Zeitschriften, die keine Anzeigen drucken, mit denen, die auch vom Geld der Pharmaindustrie leben, und untersuchen an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, welche Nebentätigkeit Dozenten ausüben, wer sie dafür bezahlt, oder wer davon im Klinikalltag weiß.

Weitere Informationen: Verein "Certified Medical Independence" e.V. (CMI) zur Förderung der rationalen Arzneimitteltherapie.

Weiterführende Publikationen: Deutsches Ärzteblatt 2013

Videos zum Thema Interessenkonflikte

Viel zu schnell abgestempelt -  Medizinische Leitlinien geraten in die Kritik:
Experten kritisieren, dass medizinische Leitlinien von Ärzten verfasst werden, die von der Pharmaindustrie bezahlt werden.

3sat Nano, Film vom 25. Feb. 2015

Im Nu für krank erklärt
Geänderte Leitlinien für Multiple Sklerose: Ärzte diagnostizieren immer häufiger Multiple Sklerose. Laut Kritikern wie Klaus Lieb von der Uni Mainz sind geändert Leitlinien daran schuld.

3sat Mediathek

Last Week Tonight with John Oliver: Marketing to Doctors (HBO)

Last Week Tonight on youtube

Unterrichtsangebote außerhalb der Charité - Universitätsmedizin Berlin

Das Institut ist auch außerhalb der Charité-Studiengänge an Lehrveranstaltungen in den Fächern Sozialmedizin, Epidemiologie, Gesundheitsökonomie und Qualitätsmanagement beteiligt. Hierzu gehörten in den vergangenen Jahren folgende Lehrveranstaltungen:

  • Master of International Health, Institut für Tropenmedizin Berlin
  • Akademie für Sozialmedizin der Deutschen Rentenversicherung Bund
  • Weiterbildung zur Sozialmedizin der Landesärztekammer Brandenburg
  • Graduiertenkolleg Consumer Health Care, CharitéUniversitätsmedizin Berlin
  • Berliner Grundkurs in Evidenzbasierter Medizin der Ärztekammer Berlin
  • Fortbildungsseminare für das Koordinierungszentrum Klinische Studien der Charité
  • Managementlehrgänge für Pflegefachkräfte und Medizinalfachkräfte an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin
  • CampusNet – das Portal für Studierende und Lehrende der Medizin und Zahnmedizin an der Charité.
  • Blackboard – die zentrale Lernplattform  der Charité (Login erforderlich).
  • Lernzielplattform  – ausführliche Beschreibung der Lernziele in der Charité, strukturiert nach folgenden Fächern: Allgemeine Orthopädie, Fuß, Schulter, Hüftgelenk, Kniegelenk, Wirbelsäule.
  • Kompetenzbereich eLearning – die zentrale Service- und Anlaufstelle für Fragen zum eLearning an der Charité.