Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie 

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Charité-Epidemiologe Stefan Willich erhält Harvard Auszeichnung

Der Sozialmediziner und Epidemiologe Stefan Willich hat am 27. September den Alumni Award of Merit der Harvard University T.H. Chan School of Public Health erhalten. Diese höchste Auszeichnung für ehemalige Absolventen der Institution geht damit erstmals an einen deutschen Wissenschaftler.

Das Gutachtergremium würdigte insbesondere Willichs Verdienste um den Aufbau eines der weltweit führenden epidemiologischen Zentren an der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie seine Veröffentlichungen zu aktuellen Public Health-Fragen während der COVID-19-Pandemie.

„Prof. Dr. Stefan Willich ist Internist, Epidemiologe, Musiker und einer der bekanntesten Sozialmediziner und Public Health-Experten in Deutschland. Seit 1995 ist er Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, das sich in seiner Amtszeit zu einem der bedeutendsten epidemiologischen Forschungszentren der Welt entwickelt hat. Das Charité Institut setzt viele seiner präventivmedizinischen Forschungsergebnisse in die klinische Praxis um. Die von Willich an der Charité etablierte Präventionsambulanz ist europaweit zum Vorbild geworden“ erklärte das Gutachtergremium der Harvard University T.H. Chan School of Public Health.

Als engagierter Fürsprecher der Integrativen Medizin hat Willich mit seinen Forschungsarbeiten auch die Wirksamkeit traditioneller und komplementärer Gesundheitspraktiken untersucht und deren Einsatz zusätzlich zur schulmedizinischen Therapie gefördert. Er war Gründungspräsident der Europäischen Gesellschaft für Integrative Medizin (ESIM), erster Herausgeber des European Journal of Integrative Medicine und Initiator des ersten Weltkongresses für Integrative Medizin und Gesundheit.

Willich ist Verfasser oder Mitautor von mehr als 500 begutachteten Publikationen und Dutzenden von Büchern und Monographien. Er ist Co-Principal Investigator der NAKO Gesundheitsstudie, einer der größten epidemiologischen Studien zur Ätiologie chronischer Krankheiten. Er ist gesundheitspolitischer Berater sowie in deutschen Medien präsent, zuletzt kommentierte er die sozialmedizinischen und epidemiologischen Fragen rund um COVID-19.

Die Auszeichnung würdigt auch Willichs humanitäres Engagement. Als versierter Violinist gründete und dirigiert er das World Doctors Orchestra, eine internationale Gruppe von Ärzten und Musikern. Seit seiner Gründung im Jahr 2008 ist das Orchester auf mehr als 1.500 Mitglieder weltweit angewachsen und tritt mehrmals im Jahr auf, um medizinische Hilfsprojekte zu unterstützen.

Kontakt:
PD Dr. med. Anne Berghöfer
+49 30 450 529 034; E-Mail: anne.berghoefer@charite.de


Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité — Universitätsmedizin Berlin

Das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité — Universitätsmedizin Berlin vertritt das klinisch-theoretische Fach der Sozialmedizin mit seinen Disziplinen Epidemiologie, Demografie, Prävention und Gesundheitsökonomie an der medizinischen Fakultät Charité.

Wir sind im Kanon der Charité Einrichtungen und als größtes Institut im CharitéCentrum 1 für Human- und Gesundheitswissenschaften mit einem Team von ca. 50 Mitarbeitenden und zusätzlichen Gastwissenschaftlern, studentischen Mitarbeitenden und Doktoranden in Forschung und Lehre sowie in der Krankenversorgung tätig.

Der Schwerpunkt unserer Forschungstätigkeit liegt in der Epidemiologie und Prävention, Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung, den Globalen Gesundheitswissenschaften sowie der komplementären und integrativen Medizin. 

In den verschiedenen Berufsgruppen, die interdisziplinär in den Teams zusammenarbeiten, spiegelt sich die Vernetzung mit klinischen und Grundlagenwissenschaften, Kliniken und Geistes- und Sozialwissenschaften besonders wider. Ärzte und Ärztinnen, Psychologen und Psychologinnen, Gesundheitsökonomen und -ökonominnen, Statistikerinnen, Datenmanager und -managerinnen, Study-
Nurses und Sekretariate arbeiten gemeinsam an denselben Projekten und profitieren gegenseitig von ihrer unterschiedlichen Ausbildung und wissenschaftlichen Sozialisation.

Für unsere Forschungsprojekte werben wir über 1 Mio. Euro Fördermittel jährlich ein. Unsere Forschungsergebnisse werden in internationalen Zeitschriften publiziert.