Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie
Koordination: Dr. med. Peter Tinnemann, MPH
Gesellschaftlichen Änderungen, Politik- und Ideologiewechseln, sowie Umbrüchen und neuen Prioritäten in der Forschung führen zu neuen Wahrnehmungen der Gesundheit von Bevölkerungen.
In den vergangen Jahrzehnten hat der Prozess der Globalisierung dazu geführt, dass Menschen weltweit zunehmend ökonomisch, kulturell, physisch oder legal in Kontakt stehen. Menschen werden durch globale Märkte, das Internet, weltweite Umweltveränderungen oder internationale Migration voneinander abhängig. Parallel zu diesen Entwicklungen hat sich der neue Public Health Lehr- und Forschungsbereich „Global Health“ herausgebildet, der sich darum bemüht Gesundheit im Kontext globaler politischer, sozialer, ökonomischer und kultureller Faktoren zu verstehen.
Historisch war die internationale Gesundheitswissenschaft vielfach auf transnationale Infektionserkrankungen beschränkte und ist mit der Auseinandersetzung von Gesundheitsproblem in Entwicklungsländern assoziiert. In der Global Health Forschung überwiegen heute Fragestellungen, die sich mit den Auswirkungen von Globalisierung auf Gesundheit beschäftigen. Der neue Themenbereich Globale Gesundheit umfasst neben den Auswirkungen der Globalisierung auf Gesundheit auch die globale Ungleichheit von Gesundheit sowie Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und medizinischen, sozialen, ökonomischen sowie politischen Determinanten.
Da sozio-medizinische Wechsel immer auch einen großen Einfluss auf die Art und Weise wie Medizin von Ärzten praktiziert und and Universitäten gelehrt wurde ist ein verantwortungsvolle Integration des Themas in medizinische Fakultäten wichtig. Besonders (junge) MedizinerInnen benötigen heute umfangreich Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen um eine globalisierte Welt zu verstehen und um in ihr tätig werden zu können.
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Forschungsdatenbank der Charité.