Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie
Koordination: Priv.-Doz. Dr. med. Falk Müller-Riemenschneider, MSc
Herz-Kreislauferkrankungen stellen die wichtigste Todesursache in westlichen Industrienationen dar. Darüber hinaus hat die Bedeutung von Herz-Kreislauferkrankungen aber auch in Entwicklungs- und Schwellenländern dramatisch zugenommen. Heute ist bekannt, dass für den Großteil der Erkrankungsfälle modifizierbare Risikofaktoren verantwortlich sind. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang insbesondere Tabakkonsum, körperliche Inaktivität, ungesunde Ernährung, psychosoziale Faktoren, Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Hypertonie und Diabetes Mellitus. Während es etwa seit Mitte der 80er Jahre in Deutschland deutliche Reduktionen der Herz-Kreislaufsterblichkeit zu beobachten gibt, hat die Häufigkeit vieler kardiovaskulärer Risikofaktoren in vergangenen Jahren jedoch dramatisch zugenommen. Um die Erfolge der Vergangenheit fort zu setzen, besteht somit nach wie vor ein erheblicher Bedarf, die Herz-Kreislaufgesundheit zu fördern.
Der Projektbereich für Herz-Kreislaufforschung befasst sich vor dem Hintergrund der großen gesellschaftlichen Bedeutung kardiovaskulärer Erkrankungen mit wichtigen Herausforderungen, vor die uns diese Erkrankungsgruppe gegenwärtig und in der Zukunft stellt. Zu diesen Herausforderungen gehören insbesondere:
- eine substantielle und nachhaltige Verringerung der Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit, besonders durch präventive Maßnahmen
- eine dauerhafte Reduktion von Unterschieden der Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit innerhalb und zwischen Bevölkerungen
eine Verbesserung der Versorgung und damit einhergehend von Lebensqualität Betroffener.
In diesem Kontext konzentrieren sich die wissenschaftlichen Aktivitäten unseres Projektbereichs auf die Untersuchung von epidemiologischen Fragestellungen von Herz-Kreislauferkrankungen und deren Risikofaktoren, auf die Entwicklung und Implementation wirksamer Präventionsstrategien, sowie auf die Entwicklung und Beurteilung von innovativen Therapien und Versorgungskonzepten.
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