Projektbereich Gesundheitssystemforschung

Koordination: Prof. Dr. med. Bernd Brüggenjürgen, MPH (als Gastwissenschaftler)

In den 15 Jahren seit Gründung des Instituts sind die Gesundheitsausgaben in Deutschland von 100 Milliarden auf 250 Milliarden Euro gestiegen, wobei die Gesundheitskosten pro Kopf um mehr als 50 Prozent gestiegen sind. Durch Kostendämpfungmaßnahmen konnte der Anteil am Bruttoinlandprodukt unter 11% gehalten werden. Allerdings werden durch den demographischen Umbau der Alterspyramide zu einer Urnenform die sozialen Sicherungssysteme in Zukunft vor entscheidende Herausforderungen gestellt. Eine kritische gesundheitsökonomische Bestandsaufnahme der derzeitigen und zukünftig noch zu erwartenden Ausgaben im Gesundheitswesen sollte eine entscheidende Hilfestellung für politische Weichenstellungen sein.
Gesundheitsökonomie und -systemforschung kann überschlägig in zwei weite Forschungsbereiche aufgeteilt werden: Zum einen wird untersucht „was ist“ und idealerweise hierauf aufbauend wird das „was sollte sein“ analysiert. Daher sind Gesundheitsökonomie und –systemforschung auch kein Selbstzweck, sondern dienen idealerweise der wissenschaftlich fundierten Gestaltung der Gesundheits- und Versorgungspolitik. Gerade in der von Kostendämpfungen geprägten Situation im Gesundheitswesen sind daher die Werkzeuge der ökonomischen Disziplinen eine entscheidende Hilfestellung zur effizienten Verwendung (Allokation) knapper Ressourcen.

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